Herausforderungen des Recyclings

Holz - Recycling

Warum ist es günstiger Holz zu verbrennen als zu recyceln?

Frisches, neues Bauholz ist knapp und teuer geworden, der Verbrauch hat sich weltweit in den letzten Jahren verdoppelt. Holz wird bisher kaum mehrfach genutzt, nur 20 % Altholz wird in Deutschland recycelt – wenn dann, geschreddert in Spanplatten, der Rest wird einfach verbrannt.

Aber woran liegt das eigentlich?

Etwa 8 Millionen Tonnen Altholz fallen jedes Jahr in Deutschland an.

Nur 20 % davon wird recycelt.

Das Kreislaufwirtschaftsgesetz sieht zwar vor, dass Holz möglichst lang im Kreislauf gehalten und auch mehrfach genutzt werden soll, allerdings steht die dazugehörige Altholzverordnung der Mehrfachnutzung im Weg.  Das Problem: Aktuell stehen sich in Deutschland Recycling von Altholz und die Verbrennung 

(energetische Verwertung) als gleichwertige Alternativen gegenüber. Eine Überarbeitung der Altholzverordnung soll dies ändern. Deutschland würde damit auch endlich die Anforderungen der europäischen Abfallrahmenrichtlinie umsetzen, die bereits einen Vorrang des Recyclings vor der energetischen Verwertung vorsieht. 

 

Was würde eine Überarbeitung DER VERORDNUNG bewirken können?

Besonders wichtig beim Recyceln ist, dass das Altholz entsprechend der Altholzverordnung vorsortiert wird. Diese regelt, welches Holz überhaupt wiederverwertet werden darf und welches nicht. Die Vorschriften beim Holzrecycling sind dabei in Deutschland vergleichsweise streng. So müssen die Firmen beim 

beim Zerkleinern darauf achten, dass man noch sehen kann, ob es Stücke von behandeltem oder unbehandeltem Holz sind.  Nach der Überarbeitung sollen beispielsweise auch verleimtes oder gestrichenes Altholz, wiederaufbereitet werden, wenn definierte Grenzwerte nicht überschritten sind. 

Recyclingprozess

An erster Stelle steht beim aktuellen Recyclingprozessen völlig unbehandeltes Holz.

Meist sind es Verpackungsmaterialien, Paletten, Reste aus dem Baubereich aber auch Innentüren oder Dielen, die man wiederverwerten darf. Die Wiederverwertung von Altholz steckt in Deutschland noch in den Anfängen. Das Ergebnis von Altholzrecycling sind meistens Spanplatten, 

aus denen dann z.B. neue Möbel und Türen hergestellt werden können. Im Recyclingprozess von Altholz gibt es demnach noch einige Hürden. Das Sortieren ist sehr kostenintensiv, weshalb keine oder nur geringe Kostenvorteile gegenüber dem Primärholz entstehen.

Es wird mehr Holz benötigt, als in der Natur nachwächst.

Das Recyceln von Altholz wird daher immer wichtiger.

Vielleicht gibt es zukünftig gute Chancen, Schadstoffe aus dem Holz herauszuziehen. Die Zeit drängt, denn auch für den Rohstoff Holz hat man folgendes errechnet: Zwischen 2016 und 2025 wird mehr gebraucht als in der Natur nachwächst. Das wird schwierig, wenn nur das unbehandelte Holz weiter verarbeitet werden darf. Wenn es aber gelingt, so viele Schadstoffe wie möglich aus dem Altholz zu entfernen, kann man auch das Rohstoffproblem in der Möbel- und Bauindustrie lösen. Tatsächlich sollte man überlegen,

ob es im ersten Schritt nicht sinnvoller ist, sich erst einmal das alte Massivholz anzuschauen. Holz das mit Holzschutzmittel bearbeitet wurde, gilt als behandelt und darf nicht recycelt werden. Aber teilweise kann man Kontamination auch abtrennen. Beispielsweise dringt das Holzschutzmittel nur ein paar Millimeter tief in das Holz ein. Das Innere eines Fensterrahmens ist gutes Holz, das ist völlig unbehandelt und könnte wiederverwertet werden, ohne verbrannt werden zu müssen.

die verbrennung

Altholz, das Schadstoffe enthält, landet in der Verbrennung 

Sind Schadstoffe vorhanden wird das Holz verbrannt – meist durch Farben, Lacke, Beschichtungen oder weil das Holz Holzschutzmitteln enthält. Die Verbrennungsanlagen sind mit entsprechenden Filtern ausgestattet. Verbrennung ist aber nicht grundsätzlich schlecht. Wenn Altholz energetisch genutzt wird, spart es CO2. So spart die energetische Nutzung von Altholz nach Angaben des Fachverbands Holzenergie derzeit fünf Millionen Tonnen CO2 pro Jahr ein.

Fazit

Die Wiederverwertung von Altholz steckt noch in den Anfängen.

Die Wiederverwertung von Altholz steckt noch in den Anfängen und bringt viel Verbesserungspotenzial mit sich.

Das Recyceln von Altholz gewinnt aber auch immer mehr an Bedeutung, da die Nachfrage nach Holz steigt und mehr gebraucht wird, als nachwachsen wird. Das Problem ist schwierig zu lösen, wenn nur das unbehandelte Holz weiter verarbeitet werden darf. Das Recycling von behandelten Altholz ist aktuell wegen der Schadstoffbelastung immer noch schwierig. Neue Methoden könnten aber künftig eventuell dem Holz Giftstoffe entziehen und somit das Wiederverwerten ermöglichen. 

Festgehalten werden muss aber auch, dass die energetische Verwertung auch CO2-Emissionen einspart. Der Recyclingprozess ist noch sehr kostenintensiv, weshalb keine oder nur geringe Kostenvorteile gegenüber dem neuen Holz entstehen. Wir hoffen, dass es zukünftig gute Chancen gibt, Schadstoffe umweltfreundlich aus dem Holz herauszuziehen.